Hobbybastler aufgepasst: Diese Gefahren lauern bei falschem Umgang mit der Oberfräse

Hobbybastler aufgepasst: Diese Gefahren lauern bei falschem Umgang mit der Oberfräse

July 16, 2019 Off By Allison

Die Oberfräse ist aus keiner Hobbywerkstatt wegzudenken. Für die Bearbeitung von Holz und weiteren Materialien, wie zum Beispiel Metall, ist so ein Gerät einfach ideal geeignet, sicher kennen Sie auch einen Hobby-Handwerker, der im Besitz einer Oberfräse ist. Im Vergleich zu Tischfräsen wird beim Einsatz einer Oberfräse der Werkstoff von oben her bearbeitet, dadurch lassen sich auch geschwungene Formen oder Nuten sehr leicht fräsen. Die einzelnen Bestandteile einer Oberfräse sind der Elektromotor, die Spannzangen, die das Werkstück festhalten und dem Fräskorb, welcher mit Hub angetrieben wird.

Für Allergiker sind Oberfräsen mit Absaugvorrichtung erhältlich, bei diesen Modellen werden die Späne und Staub direkt wieder eingesaugt. Wer mit der Oberfräse arbeitet, sollte jedoch auch bei diesen Geräten nicht auf eine entsprechende Schutzkleidung verzichten. Bei unvorsichtigem Gebrauch kann es sonst zu Verletzungen der Augen kommen, es können kleine Staubteile von Holz, aus Metall oder jedem anderen verwendeten Werkstoff eingeatmet werden und unter Umständen schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen nach sich ziehen.

Staublunge weit verbreitet bei Handwerkern, Tischlern und Hobbybastlern

Gelangen die teilweise mikro-kleinen Partikel tief in die Lunge, setzen sie sich auf den Lungenbläschen fest und können von alleine oder durch Abhusten nicht mehr aus dem Körper transportiert werden. Arbeiten Sie häufig im Beruf oder in der Freizeit mit einer Oberfräse, tragen Sie am besten einen Atemschutz über Mund und Nase. Diese Atemmasken aus Stoff verhindern, dass Sie Staub und Mikropartikel beim Arbeiten einatmen. Asthmatiker und Menschen, die auf Stäube sensibel reagieren, sollten eine Oberfräse nie ohne einen entsprechenden Atemschutz benutzen.

Gefahren für die Hände beim Arbeiten an der Oberfräse

Die meisten Marken-Oberfräsen verfügen über eine spezielle Schutzschiene, die ein versehentliches Greifen in die Fräser und andere Steck-Komponenten für die Oberfräse zuverlässig verhindern kann. Fehlt dieser Schutz, kann es beim Arbeiten zu schwerwiegenden Verletzungen an den Händen kommen. Achten Sie außerdem darauf, nur hochwertiges und geschliffenes Holz zu bearbeiten, das nicht splittert. Nur einmal kurz unaufmerksam über den Werkstoff gewischt, um Staub und Späne zu entfernen, und schon ist es passiert: Ein Holz-Spreiß steckt tief im Finger oder in der Handfläche. Das Arbeiten in der Werkstatt sollte in diesem Fall sofort unterbrochen werden. Gelangt Schmutz oder Holzstaub in die frische Wunde, kann es zu Entzündungen oder einer Blutvergiftung kommen. Reinigen Sie eventuelle Wunden sofort, entfernen Sie Fremdkörper aus der Haut und desinfizieren Sie die verletzte Stelle bei Bedarf. Nur mit einem soliden Schutz der Verletzung, wie etwa wasserabweisenden Pflaster oder einem kleinen Verband, sollten Sie die Arbeit an der Oberfräse wieder aufnehmen.

Welche Oberfräse gilt als besonders sicher?

Es gibt auf dem Markt diverse große Hersteller, die Ihre Produkte einem TÜV-Test unterziehen. Bei diesen Geräten können Sie davon ausgehen, dass Sie weitgehend sicher arbeiten können, ohne böse Überraschungen zu überleben. Bosch gilt seit vielen Jahrzehnten als einer der führenden Hersteller von Werkzeugen und Arbeitsgeräten für Handwerker und Hobbybastler. Mit einer Bosch Oberfräse kaufen Sie nicht nur ein hochwertiges Arbeitsgerät, Sie können sich auch auf einen umfangreichen Kundenservice verlassen. Ersatzteile wie Fräser, Spannzangen oder Führungsschienen sind überall erhältlich, es kommt zu wenigen Ausfällen beim Arbeiten durch interne Kurzschlüsse im Gerät oder Überlastung bei längerem Arbeiten.

Notfallmaßnahmen bei Unfällen an der Oberfräse

Bei schweren Verletzungen, die stark bluten, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Blutung stillen und weitere Maßnahmen einleiten, wie das Nähen der Wunde oder bei kleinen Verletzungen auch ein Verkleben. Bewahren Sie in jedem Fall Ruhe, wenn Sie sich beim Arbeiten mit der Oberfräse verletzt haben. Sie sollten in Ihrer Werkstatt ständig einen Notfallkoffer griffbereit haben, in dem die wichtigsten Utensilien für eine Erstbehandlung enthalten sind. Beim Inhalt können Sie sich am Verbandskasten für Autos orientieren, natürlich benötigen Sie in der Werkstatt keine Isolationsdecke. Unablässig sind aber Pflaster in verschiedenen Größen, ein Desinfektionsspray für die Haut, eventuell eine Pinzette, mit der Sie Splitter und andere Fremdkörper aus der Haut entfernen können. Am besten halten Sie beim Arbeiten an der Oberfräse auch immer ein Mobiltelefon in der Nähe bereit – so informieren Sie im Notfall einen Arzt oder Freunde und Familienmitglieder, die Ihnen helfen können.